Erste Hilfe

√úberwachung nach einer Kopfprellung

Nach einer Kopfprellung besteht grunds√§tzlich das Problem, da√ü es zu einer Blutung zwischen Sch√§deldecke und Gehirn kommen kann. Diese (seltene) Komplikation kann meistens beherrscht werden, wenn sie rechtzeitig erkannt wird. Deshalb sollten Verletzte mit einer Kopfprellung √ľberwacht werden. Je mehr Zeit nach dem Unfall vergangen ist, desto geringer wird die Gefahr.

Informieren Sie daher auch Ihre Angeh√∂rigen √ľber folgende Warnzeichen:

1. zunehmende Kopfschmerzen

2. zunehmendes Schwindelgef√ľhl

3. mehrfaches Erbrechen

4. zunehmende Schläfrigkeit oder Bewußtlosigkeit

5. Blässe oder starke Veränderung des Aussehens.

Sollten eines oder mehrere der erwähnten Zeichen auftreten, melden Sie sich bitte s o f o r t oder suchen Sie ein Krankenhaus auf.

√Ąrztlicher Bereitschaftsdienst: Tel 1088 (DRK)

Notarzt/Rettungswagen Tel 112

Verhalten nach einem Zeckenbiß

Nach einem Zeckenbi√ü ist normalerweise nach Entfernung der Zecke nicht mit Komplikationen zu rechnen, jedoch sind einheimische Zecken in noch unbekannter H√§ufigkeit mit dem Erreger der Zecken-Borreliose (Lyme-Krankheit) infiziert. Der Erreger der Zecken-Hirnhaut-entz√ľndung (die in Norddeutschland nicht vorkommt) ist im Speichel, die Borrelien-Bakterien im Darm der Zecke enthalten. Zwischen dem Stich und der Infektion kann bis zu 12 Stunden vergehen, so da√ü auch der Bi√ü einer infizierten Zecke nicht bedeutet, da√ü man angesteckt wird. Deshalb ist Ihre Mitarbeit erforderlich und wir empfehlen Ihnen folgendes Vorgehen:

Nach dem Aufenthalt unter B√ľschen oder B√§umen ist der gesamte K√∂rper und die Kleidung nach Zecken abzusuchen (Zecken kriechen manchmal eine Strecke auf der Haut). Die vern√ľnftigste Methode ist, sich zu entkleiden und die Kleidungsst√ľcke in die Badewanne zu werfen. Die Zecken, die noch in den Kleidern h√§ngen, krabbeln dann auf die helle Badewanne und lassen sich gut entfernen.

Zecken sitzen vor allem auf Hautpartien, die im Dunkeln liegen, gut durchblutet werden, eine d√ľnne Haut haben und feucht sind (vor allem Achselh√∂hlen, Kniekehlen, Schambereich, Leistengegend, Haaransatz und Ohrbereich - auch hinter den Ohren).

Zecken entfernt man am besten m√∂glichst bald (ohne Panik, aber relativ schnell), da die Wahrscheinlichkeit, da√ü Erreger in die Wunde eindringen, umso gr√∂√üer ist, je l√§nger die Zecke saugt. Man packt die Zecke mit einer spitzen Pinzette oder mit den Fingern√§geln m√∂glichst dicht an der Haut (so da√ü der Leib m√∂glichst nicht gequetscht wird) und zieht sie heraus (ggf. mu√ü man ein bi√üchen hin- u. herhebeln). Wenn ein St√ľck der Mundwerkzeuge abrei√üen und in der Haut bleiben, ist das nicht weiter schlimm. Auf keinen Fall sollte man √Ėl, Alkohol oder Nagellack verwenden, um die Zecke abzut√∂ten ("Der Zecke wird dann schlecht und sie erbricht erregerhaltigen Magen- u. Darminhalt in die Wunde.")

Die Infektion mit der Borreliose ist selten - man kann das geringe Riskiko weiter durch eine einmalige Einnahme von 200 mg Doxycyclin (Erwachsene) minimieren.

Diese Tablette sollte innerhalb von 72 Stunden nach dem Zeckenbiß vor dem Essen eingenommen werden. Das Medikament ist gut verträglich; gelegentlich tritt eine leichte Übelkeit auf. Sonnenbäder sollten jedoch vermieden werden (es wurden phototoxische Reaktionen mit erheblichen Hautausschlag berichtet).

Die Borreliose-Krankheit verläuft in mehreren Stadien:

Im Fr√ľhstatium tritt nach 2-3 Wochen um die Stichstelle eine fl√§chenhafte R√∂tung auf. Unbehandelt kann auch nach R√ľckbildung dieser R√∂tung Wochen bis Monate sp√§ter das Zweitstadium auftreten, wobei vorzugsweise das Nervensystem befallen wird, was zu schmerzhaften Hirnhaut-Nerven-Entz√ľndungen f√ľhrt, oft verbunden mit L√§hmung eines Gesichtsnerven. Eine Herzmuskelentz√ľndung kann zu Herzschw√§che und Herzversagen f√ľhren. Diese Symptome k√∂nnen sich auch unbehandelt zun√§chst zur√ľckbilden und schubweise sp√§ter wieder auftreten.

Im dritten Stadium (nach einem halben Jahr und sp√§ter) werden vorwiegend Gelenke betroffen, wobei insbesondere Entz√ľndungen der Knie- und Sprunggelenke auftreten. Weiterhin kann es noch nach Jahren erneut zum Befall der Haut kommen, wobei die Haut pergamentartig werden kann.

In vielen Fällen durchläuft die Krankheit jedoch nicht die Reihenfolge der geschilderten Stadien, sondern sie kann in jedem Stadium erstmals auftreten. Bei den Symptomen des 2. und 3. Stadiums kann die Diagnose eindeutig nur durch eine Blutuntersuchung gestellt werden.

Eine ausreichende rechtzeitig durchgef√ľhrte Behandlung mit Antibiotika f√ľhrt zur Heilung. Eine Impfung ist nicht m√∂glich.

Lassen Sie sich sofort von Ihrem Arzt beraten, wenn nach einem Zeckenbiß Beschwerden der geschilderten Art (Hautausschlag um die Bißstelle, unklare Kopf-, Nerven- und Gelenkschmerzen, Lähmungen) auftreten, damit die Ursache geklärt und eine Behandlung eingeleitet werden kann.

 


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